Büssing 8000 S 13

Büssing 8000 S 13 Modell der Spedition Wandt, Braunschweig

Der Büssing 8000 S 13 war nach dem Krieg einer der Lkw, die für den Wirtschaftsaufschwung in der jungen Bundesrepublik wichtig waren. Neben den schweren Fahrzeugen von Henschel, Mercedes-Benz, MAN, Magirus und anderen, war der in Braunschweig hergestellte Lastwagen der Garant für florierendes Wirtschaftswachstum und neuen Wohlstand. Der Lkw hatte ein zul. Gesamtgew. von 16 t, bei einer Nutzlast von 8 Tonnen, einen wassergekühlten stehenden 6 Zylinder-Dieselmotor und leistete damals 180 PS aus 13539 ccm Hubraum, bei 1600 U/min. Der 8000 S 13 lief ab 1952 in der im Modell vorliegenden Version in Braunschweig vom Band.

Dieser Bausatz war der erste Plastikbausatz überhaupt, den ich bauen wollte. Lackieren wollte ich das Modell mit meiner DeVilbiss-Airbrush. Bald war der Rahmen, der Antriebstrang, der Tank und die Achsen fertig. Der Motor des Büssing war ein eigenes Modell für sich, er wurde ordentlich zusammengebaut und lackiert. Hierfür wählte ich einen etwas abgedunkelten Farbton, mit etwas mehr kieselgrau. Das typische Grün der Sped. Wandt, mischte ich in einer 20 ml Injektionsspritzen an. Die Spritze stellte ich in eine Bohrung in einer Holzplatte, wo sie einen genau senkrechten Stand einnahm. Die Revell-Farben 70, 71, 60, 50 (glänzend) füllte ich nach sorgfältigem Aufrühren und gefiltert durch ein Kupfersieb in den angegebenen Prozentzahlen (20%= 4 ml, 40% = 8 ml) in die Spritze ein, so dass ich am Ende 20 ml der Farbe hatte und schon konnte das Fahrerhaus und die Bordwände gespritzt werden. Die Restdetails wurden angebaut und der fertige Lkw stand vor mir.

Es mussten noch die Abziehbilder angebracht werden, was ich aber vorerst ließ, da ich nicht wusste wie man so etwas beginnen sollte.

2004 lernte ich Gerd Harste kennen, der einen Modellbaukursus bei der VHS Löhne durchführte. Hier lernte ich auch das Verarbeiten von Abziehbildern. Die Schriftzüge für die Bordwänden schnitt ich randscharf aus und legte sie in den passenden Abständen mit Micro-Sol auf. Die Decals passten sich sehr schön den Nuten in den Bordwänden an.

Bericht und Fotografie: Hans-Joachim Meyer